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Automatisierung für Bauunternehmen

Ausschreibungen, Nachträge und Bautagebücher — Papier, das im Streitfall über Geld entscheidet.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Auf der Baustelle wird gearbeitet, im Büro wird nachgetragen. Bautagebücher entstehen aus Erinnerung, Nachträge werden zu spät angemeldet, und beim Abschlag fehlt das Aufmaß. Genau daraus entstehen die Streitfälle, die Marge kosten.

  • Ausschreibungen kommen als GAEB-Datei und werden zur Kalkulation von Hand aufbereitet
  • Nachträge werden erst angemeldet, wenn die Leistung längst erbracht ist
  • Bautagebücher entstehen abends oder gar nicht
  • Aufmaße liegen auf Zetteln und Fotos im Handy
  • Stundenlohnzettel werden zu spät gegengezeichnet und dann bestritten

Was ich konkret tue

  1. Ausschreibungen vorsortieren

    Eingehende Leistungsverzeichnisse werden auf Umfang, Fristen und Eignung geprüft, bevor jemand Zeit in eine Kalkulation steckt.

  2. Nachtragsrelevantes sofort erkennen

    Anordnungen und Änderungen aus Schriftverkehr und Bautagebuch werden markiert und zur Anmeldung vorgelegt, solange die Frist läuft.

  3. Bautagebuch vor Ort führen

    Wetter, Besetzung, Leistungsstand und Behinderungen werden auf der Baustelle erfasst — mit Zeitstempel und Fotos.

  4. Aufmaß und Abschlag vorbereiten

    Aus erfassten Mengen entsteht die Aufmaßgrundlage für die Abschlagsrechnung, statt sie am Monatsende zu rekonstruieren.

Einstieg
Automatisierung nach Prozessanalyse

Von der Anordnung zum bezahlten Nachtrag

So läuft der Vorgang heute — und genau an dieser Kette setzt eine Automatisierung an.

  1. Änderung wird vor Ort oder schriftlich angeordnet
  2. Vorgang im Bautagebuch mit Zeitstempel erfassen
  3. Nachtragsrelevanz prüfen
  4. Nachtrag ankündigen, bevor die Leistung erbracht wird
  5. Aufwand kalkulieren
  6. Nachtragsangebot stellen
  7. Freigabe dokumentieren
  8. Leistung erbringen und abrechnen

Systeme, die hier typischerweise laufen

Das ist der Bestand, an den eine Automatisierung andockt. Genannt ist, was in dieser Branche verbreitet ist — das sagt nichts darüber, welches System bei Ihnen steht.

  • Bau-Software wie Nevaris, BRZ, iTWO oder Bau-SU
  • GAEB-Austausch für Leistungsverzeichnisse
  • Mobile Bautagebuch- und Aufmaß-Apps
  • Vergabeportale wie das Deutsche Ausschreibungsblatt
  • Zeiterfassung mit Baustellenzuordnung

Worauf es hier besonders ankommt

VOB/B: Ankündigung vor Ausführung

Nach § 2 Abs. 6 VOB/B muss ein Anspruch auf zusätzliche Vergütung angekündigt werden, bevor die Leistung ausgeführt wird — wer erst danach anmeldet, verliert den Anspruch häufig ganz. Das ist der teuerste wiederkehrende Fehler am Bau, und er ist ein reines Zeitproblem. Eine Automatisierung, die eine Anordnung sofort als nachtragsrelevant markiert, verhindert hier Forderungsausfall, nicht Tipparbeit.

Häufige Fragen

Auf der Baustelle gibt es kein Netz.
Deshalb erfassen die Apps offline und übertragen später. Der Zeitstempel entsteht bei der Erfassung, nicht bei der Übertragung — das ist für die Beweiskraft der entscheidende Punkt.
Kann ein System entscheiden, ob etwas ein Nachtrag ist?
Nein, das ist eine vertragsrechtliche Bewertung. Es erkennt Hinweise — geänderte Mengen, neue Positionen, Anordnungen im Schriftverkehr — und legt sie zur Prüfung vor. Entschieden wird von der Bauleitung.

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Tätig in Wiesbaden, Mainz, Frankfurt am Main, Rheingau-Taunus-Kreis.