Was kostet eine Unternehmenswebsite? Die Kosten richtig einordnen
Die Frage nach dem Preis ist berechtigt, aber eine Website ist kein einheitliches Produkt. Ein klarer Onepager, ein Relaunch mit bestehenden Inhalten und eine Website mit mehreren Leistungen, Texten, Buchung und laufender Sichtbarkeitsarbeit haben völlig unterschiedliche Aufgaben. Entscheidend ist deshalb nicht die Zahl allein, sondern was die Website im Unternehmen konkret leisten soll.
Kurzantwort
Eine belastbare Kalkulation trennt Planung, Inhalte, Gestaltung, Technik und Betrieb. Günstig wird eine Website nicht dadurch, dass diese Arbeit verschwindet, sondern meist dadurch, dass sie beim Kunden liegen bleibt oder später nachgeholt werden muss. Klären Sie zuerst Ziel, Umfang und Verantwortung; danach lässt sich ein Angebot sinnvoll vergleichen.
Die Einordnung auf einen Blick
Klarer Einstieg
Wenn eine einzige Leistung verständlich erklärt, Vertrauen aufgebaut und ein einfacher Kontaktweg geschaffen werden soll.
Wichtig: Auch eine kleine Website braucht eine klare Positionierung, gute Texte und einen technisch sauberen Launch.
Unternehmenswebsite
Wenn mehrere Leistungen, Zielgruppen oder Fragen eigenständige Seiten und eine nachvollziehbare Struktur benötigen.
Wichtig: Content, Bildmaterial, Termin- oder Formularstrecken sowie lokale Sichtbarkeit müssen im Umfang klar benannt sein.
Wachstum & Relaunch
Wenn eine vorhandene Website Inhalte, Rankings oder Leads mitbringt und ohne Verlust weiterentwickelt werden soll.
Wichtig: Weiterleitungen, bestehende Daten, technische Risiken und die fortlaufende Pflege gehören in die Planung, nicht nur das neue Design.
Der Preis beginnt mit der Aufgabe, nicht mit der Seitenzahl
Eine Seitenzahl ist ein grober Anhaltspunkt, aber kein fairer Leistungsumfang. Fünf einfache Informationsseiten mit fertigen Texten sind etwas anderes als fünf Seiten, auf denen Positionierung, Inhalte, Bildsprache, Conversion und lokale Auffindbarkeit erst erarbeitet werden müssen.
Darum lautet die wichtigere Frage: Was soll nach dem Launch besser funktionieren? Mehr qualifizierte Anfragen, eine verständlichere Darstellung komplexer Leistungen, ein einfacherer Terminweg oder eine Grundlage für lokale Sichtbarkeit sind unterschiedliche Ziele. Sie bestimmen, welche Arbeit wirklich nötig ist.
Diese fünf Bausteine gehören in ein vergleichbares Angebot
Zwei Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn klar ist, wer welche Verantwortung übernimmt. Ein scheinbar günstiger Preis kann sinnvoll sein, wenn Texte, Bilder, Struktur und Pflege bereits intern bereitstehen. Er ist kein Schnäppchen, wenn dieselben Aufgaben später ungeplant nachgeholt werden müssen.
- Planung: Zielgruppe, wichtigste Leistung, Seitenstruktur, Kontaktweg und Prioritäten.
- Inhalte: Texte, Bilder, vorhandene Materialien, Freigabeschleifen und gegebenenfalls Mehrsprachigkeit.
- Gestaltung und Entwicklung: individuelles Design, mobile Umsetzung, Ladezeit, Barrierearmut und technische Qualität.
- Sichtbarkeit und Messung: Titel, Beschreibungen, strukturierte Inhalte, lokale Grundlagen, Search Console und Conversion-Messung.
- Betrieb: Hosting, Updates, Backups, Ansprechpartner, kleine Änderungen und Eigentum an Quellcode sowie Zugängen.
Was oft fehlt und später teuer wird
Ein Launch ist nur der Anfang. Besonders bei Relaunches müssen vorhandene Seiten, Kontaktwege und gegebenenfalls Suchsichtbarkeit berücksichtigt werden. Werden frühere URLs einfach entfernt, können Links und bereits aufgebaute Signale ins Leere laufen. Werden Zugänge oder Quellcode nicht klar übergeben, entsteht unnötige Abhängigkeit.
Ebenso unterschätzt wird die Inhaltsarbeit. Eine moderne Oberfläche kann nicht erklären, was ein Unternehmen besonders gut macht. Wenn Angebot, Zielgruppe und häufige Kundenfragen nicht klar sind, verlagert sich die Entscheidung auf Gestaltungsgeschmack — und die Website überzeugt später weniger, als sie könnte.
Wie Sie Angebote fair vergleichen
Vergleichen Sie nicht nur die Endsumme. Lassen Sie sich für jeden Posten sagen, welches Ergebnis geliefert wird, was Sie selbst zuliefern müssen, wie viele Abstimmungen enthalten sind und was nach dem Launch passiert. Ein gutes Angebot benennt auch bewusst, was nicht enthalten ist.
- Welche Seiten, Texte, Bilder, Formulare und Integrationen sind konkret enthalten?
- Wer übernimmt Strategie, Inhalte, Suchgrundlagen und die technische Einrichtung?
- Wie sehen Freigaben, Korrekturschleifen und der Zeitplan aus?
- Wem gehören Domain, Hosting-Zugang, Quellcode, Design-Dateien und Inhalte?
- Welche laufenden Kosten entstehen und welche Pflegeleistungen sind darin tatsächlich enthalten?
Wann ein Relaunch statt einer kleinen Reparatur sinnvoll ist
Nicht jede alte Website muss neu gebaut werden. Wenn Positionierung, Inhalte und technische Basis stimmen, reichen manchmal bessere Leistungsseiten, schnellere Ladezeiten oder ein klarerer Kontaktweg. Ein Relaunch wird sinnvoll, wenn die Struktur den Betrieb dauerhaft falsch darstellt, die Technik Änderungen verhindert oder Besucher nicht verstehen, was der nächste Schritt ist.
Vor dieser Entscheidung lohnt sich eine kurze Analyse der bestehenden Seite: Welche Seiten bringen Anfragen oder Sichtbarkeit? Was wird gesucht? Was ist technisch reparierbar? So wird aus einem Bauchgefühl ein begründeter Umfang.
Die richtige Reihenfolge für ein belastbares Budget
Ein belastbares Budget entsteht nach einem kurzen Gespräch über Ziel, Inhalte und Betrieb. Danach kann ein Einstiegspaket, ein umfangreicheres Projekt oder eine stufenweise Umsetzung sinnvoll sein. Für Individualsoftware und besondere Integrationen braucht es zusätzlich eine technische Analyse, weil der Aufwand aus dem tatsächlichen Prozess entsteht.
Transparente Einstiegspreise können bei der ersten Orientierung helfen. Sie ersetzen aber nicht die gemeinsame Klärung, ob eine kleine Website ausreicht oder ob Sichtbarkeit, Inhalte und Prozessintegration von Anfang an zum Projekt gehören sollten.
Vom Wissen zur konkreten Entscheidung
Wir schauen uns Ihre Ausgangslage an und klären, ob und wo eine Umsetzung wirklich Sinn ergibt.